Vaginale Infektion: Ursachen, Symptome und was Sie tun können
Was ist eine vaginale Infektion?
Eine vaginale Infektion ist eine Störung des natürlichen Gleichgewichts in der Vagina. Die häufigsten Formen sind bakterielle Vaginose (BV) und eine Pilzinfektion. Beide verursachen Symptome wie Juckreiz, Ausfluss oder unangenehmen Geruch — haben aber unterschiedliche Ursachen und erfordern unterschiedliche Ansätze.
Bakterielle Vaginose vs. Pilzinfektion: Was ist der Unterschied?
- Bakterielle Vaginose: Entsteht, wenn das Gleichgewicht zwischen guten und schlechten Bakterien gestört wird. Symptome: dünner, grau-weißer Ausfluss mit fischigem Geruch.
- Pilzinfektion: Verursacht durch eine Überwucherung von Candida. Symptome: dicker, weißer (quarkartiger) Ausfluss, Juckreiz und Rötung.
Was erhöht das Risiko?
- Antibiotikakuren (auch nützliche Laktobazillen werden beeinträchtigt)
- Hormonelle Schwankungen (Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Verhütung)
- Synthetische Unterwäsche oder enge Kleidung
- Innere Spülungen oder parfümierte Intimhygieneprodukte
- Hoher Zuckerkonsum (fördert Candida-Wachstum)
Was können Sie selbst tun?
- pH-ausgewogene Produkte verwenden: Die Vagina hat ein saures Milieu (pH 3,8–4,5), das sich selbst reinigt. Verwenden Sie nur milde, externe Produkte.
- Baumwollunterwäsche tragen: Lässt die Haut atmen.
- Flora nach Antibiotika unterstützen: Erwägen Sie ein vaginales Probiotikum oder Nahrungsergänzungsmittel, das Laktobazillen unterstützt.
- Auf die Ernährung achten: Weniger Zucker und mehr fermentierte Lebensmittel können bei Pilzanfälligkeit helfen.
Wann zum Arzt?
Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Symptomen, Fieber, Unterleibsschmerzen oder Unsicherheit über die Ursache: immer einen Arzt aufsuchen. Selbstbehandlung ist nicht immer wirksam, wenn die Ursache unklar ist.
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